Pressemitteilung
04.02.2014

Wolfgang Gößmann gewinnt erneut gegen Der Spiegel

Redeker Sellner Dahs erreicht Richtigstellung für früheren Chefjustitiar der HSH‐Nordbank

Bonn, 4. Februar 2014. Redeker Sellner Dahs hat für den ehemaligen Chefjustitiar Dr. Wolfgang Gößmann am 28. Januar 2014 vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht (Az.: 7 U 44/12) einen Sieg gegen das Magazin Der Spiegel errungen. Das Gericht verurteilte das Magazin zu einer Richtigstellung im redaktionellen Teil mit entsprechender Aufmachung wie die Erstmitteilung in der Ausgabe vom 23. August 2010.

In seinem Bericht „Angst und Verfolgungswahn“ hatte das Magazin unzutreffenderweise den Verdacht erweckt, Wolfgang Gößmann habe an angeblichen Abhöraktionen gegen ein Vorstandsmitglied mitgewirkt. Dieser Verdacht ist falsch und darf nicht aufrechterhalten werden. Die Beweisaufnahme des Oberlandesgerichts hat zweifelsfrei ergeben, dass der frühere Leiter der Rechtsabteilung der HSH‐Nordbank nicht in angebliche Abhöraktionen eingebunden war. Den von dem Nachrichtenmagazin verbreiteten Verdacht bezeichnet das Gericht in seiner Urteilsbegründung als schwerwiegend und ehrabschneidend. Der Spiegel habe keinen hinreichenden Mindestbestand an Beweistatsachen für den berichteten Verdacht dargetan. Dessen ungeachtet stehe dem Kläger ein Richtigstellungsanspruch bereits deshalb zu, weil die mit dem Verdacht verbundene Rufbeeinträchtigung ohne Zweifel rechtswidrig fortdauere.

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat die Revision zugelassen.

„Wir begrüßen das Urteil des Oberlandesgerichts und sehen in der Richtigstellung ein wichtiges Instrument, die durch den unzutreffenden Bericht entstandene Rufbeeinträchtigung unseres Mandanten zu mildern“, kommentiert Gernot Lehr das Urteil.

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