Pressemitteilung
05.09.2014

Redeker Sellner Dahs empfängt jemenitische Landkommission

Bonn, 5. September 2014. Eine hochrangige Richterkommission aus Jemen besuchte heute im Rahmen einer Deutschlandreise die Kanzlei Redeker Sellner Dahs. Die Reise wird von den Vereinten Nationen (UNDP) in Partnerschaft mit der Berghof Foundation organisiert und vom Auswärtigen Amt unterstützt. Ziel des Besuchs ist der Austausch über die Erfahrungen, die die Redeker‐Anwälte mit der Restitution enteigneten Vermögens, der Wiedergutmachung von Kriegsunrecht und der Aufarbeitung in Verwaltungsverfahren gemacht haben. Hartmut Scheidmann, Dr. Tobias Masing und Dr. Ulrich Karpenstein, Partner der Sozietät, können zu diesen Fragen auf langjährige Erfahrung zurückblicken und sind deshalb zu einem Experten‐dialog mit der jemenitischen Landkommission eingeladen worden.

Für die jemenitische Kommission stehen nach der Wiedervereinigung von Nord‐ und Südjemen schwierige Fragen zur Landvergabe, zur Rückgabe enteigneter Landflächen sowie zum Umgang mit besetzten Gebäuden im Vordergrund. Auf Basis der Erfahrungen, die die Rechtsanwälte in Restitutionsangelegenheiten nach der Wiedervereinigung gesammelt haben, sollen in Diskussionen mit den jemenitischen Abgesandten Prinzipien, Konzepte oder Mechanismen – wie z. B. die Rolle von Rechtsbeiständen – identifiziert werden, die sich auch auf den jemenitischen Kontext übertragen lassen.

„Wir würden uns freuen, wenn wir mit unseren Erfahrungen und unserem Know‐how einen konstruktiven gesellschaftlichen Prozess in der Republik Jemen unterstützen könnten“, meint dazu Hartmut Scheidmann, der auf Restitutionsfragen infolge der NS‐ und SED‐Diktatur spezialisiert ist.

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