Pressemitteilung
23.03.2017

Apassionata hält Honorare zurück

Geschäftsführer muss Auskunft erteilen

Berlin, 23. März 2017 Das Landgericht Berlin hat Peter Massine, den Gesellschafter und Geschäftsführer der Apassionata, über ein Versäumnisurteil zur Auskunftserteilung verpflichtet. Gegenstand der Auseinandersetzung ist ein exklusiver Vertrag zwischen Apassionata und dem Beratungshaus Ernst & Young, in dem die Unternehmensberater beauftragt werden, einen Investor für eine feste Spielstätte der Pferdeshow in München zu suchen. Neben einem monatlichen Honorar wurde für den Fall einer rechtsverbindlichen Finanzierungsvereinbarung ein Erfolgshonorar vereinbart.

Nach umfangreichen Analysen, Prozessdefinitionen und Vorgesprächen, die Ernst & Young für die Apassionata durchgeführt hat, hat sich der Reitshow‐Veranstalter mit einer Tochterfirma des chinesischen Immobilienentwicklers Hongkun International Holdings Limited auf eine Investition in Millionenhöhe verständigt. Bereits im Frühjahr 2016 wurde mit den Bauarbeiten für die „Apassionata World“ in München begonnen. Apassionata hat bis heute das ausstehende Honorar nicht bezahlt und verweigert jede Auskunft über die geschlossene Investitionsvereinbarung, obwohl sie sich dazu gegenüber Ernst & Young vertraglich verpflichtet hat. Ernst & Young musste deshalb das betroffene Konzernunternehmen des weit verzweigten Unternehmensgeflechts von Peter Massine vor dem Landgericht Berlin auf Auskunft und anschließende Zahlung verklagen. Weil er sich als Geschäftsführer gegen diese Klage gar nicht erst verteidigt hat, hat ihn nun das Landgericht durch Versäumnisurteil vom 15. März 2017 dazu verurteilt, zunächst vollständig Auskunft über die geschlossene Investitionsvereinbarung zu erteilen. „Dieses Urteil wird nun ggfls. mit der Androhung von Zwangsgeld oder Zwangshaft gegen Herrn Massine als Geschäftsführer der Massine Group GmbH vollstreckt, wenn er die Auskunft nicht kurzfristig freiwillig erteilt“, kündigte Rechtsanwalt Dr. Peter‐Andreas Brand von der Kanzlei Redeker Sellner Dahs, der Ernst & Young vor dem Landgericht vertritt, an. „Wir gehen hier von einem Erfolgshonorar von bis zu 1,4 Mio. Euro aus. Wir können nur hoffen, dass wir das uns zustehende Geld noch bekommen.“ erklärt Dr. Carsten Risch, Geschäftsführer der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH.

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