JUVE Awards 2014

Kanzlei des Jahres im Wirtschaftsstrafrecht

Der Juve‐Verlag für juristische Informationen, der unter anderem das jährliche Handbuch „Wirtschaftskanzleien“ herausgibt, hat am 23.10.2014 die Kanzleien des Jahres 2014 für verschiedene Bereiche gekürt.

Redeker Sellner Dahs ist als Kanzlei des Jahres für Wirtschaftsstrafrecht ausgezeichnet worden. Als Begründung formulierte der Verlag:

„Sie ist zurück. Lange hat Redeker Sellner Dahs, die einst im Strafrecht einen Ruf wie Donnerhall genoss, um die Nachfolge gerungen. Als fachlich exzellent galten die beiden Partner Prof. Dr. Heiko Lesch und Prof. Dr. Bernd Müssig schon lange, doch blieb das Feedback aus dem Markt stets ambivalent.

Juristisch ausgezeichnet, aber zu wissenschaftlich geprägt, zu wenig Biss, so der Tenor. Der Durchbruch gelang nun ausgerechnet mit dem Verfahren gegen Uriel Sharef, den einzigen ehemaligen Siemens‐Vorstand, der angeklagt wurde. Selbst Wettbewerber zollten der Praxis Respekt wegen der Konsequenz, mit der die Strafrechtler das Verfahren durchzogen. Die Kritik verstummte schnell. Dazu beigetragen haben auch die Vertretung im Sal.‐Oppenheim‐Komplex und – mit Abstrichen – das Verfahren gegen Ex‐Bundespräsidenten Christian Wulff, Letzteres ein Mandat, das zugleich Ergebnis der Zusammenarbeit mit der Medienpraxis innerhalb der Kanzlei war. Damit zeigt sich, dass die Kanzlei auf die für sie richtige Strategie gesetzt hat, nämlich die Individualverteidigung in den Fokus zu stellen. Die Zunahme von Hauptverhandlungen spielt dem Redeker‐Team nun in die Hände.

Das Krönchen setzte sie sich dann jedoch mit einem anders gelagerten Mandat auf, nämlich mit der Mandatierung durch Debeka, deren Datenbeschaffung derzeit von der Koblenzer Staatsanwaltschaft unter die Lupe genommen wird. Dies könnte der Eintritt in die Compliance‐Beratung sein.“

Nominiert im Medienrecht

Nominiert wurde die Kanzlei zum wiederholten Male für den Bereich Medienrecht. Zur Begründung heißt es:

„Dieses Team ist im Dauereinsatz. In ihrem Schwerpunktbereich Medienregulierung fehlten die ehrgeizigen Experten um Gernot Lehr in kaum einem relevanten Verfahren. Sei es für das ZDF im Normenkontrollverfahren über den ZDF‐Staatsvertrag, für Arte wegen der Kabeleinspeiseentgelte oder für ARD/NDR im nun vor dem BGH anhängigen Verfahren um die Tagesschau‐App: Die kleine Einheit hat sich selbst übertroffen.

Hinzu kommt das prominente Debeka‐Mandat, in dem die Praxis nicht nur ihre presserechtliche Erfahrung einbringt, sondern auch beim Datenschutz Fuß gefasst hat. Es steht zudem für intern konsequent genutzte Synergien – in diesem Fall mit den Wirtschaftsstrafrechtlern. Nachdem die einst stark auf Lehr konzentrierte Praxis vor einigen Jahren den bereits anerkannten Dr. Christian Mensching zum Salary‐Partner ernannt hat, rundet eine weitere Ernennung das erfolgreiche Jahr ab.“

  • JUVE Awards 2014 – Kanzlei des Jahres Wirtschaftsstrafrecht